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Historische Infos zum Rennsteig

Rennsteig-Wegweiser
Rennsteig-Wegweiser

Der Rennsteig des Thüringer Waldes, einer von über 316 Rennsteigen und Rennwegen im deutschen Sprachraum, ist in seinem Verlauf und seiner Bedeutung einzigartig. Sein Lauf über den ganzen Kamm des Thüringer Waldes und Teilen des Frankenwaldes ist eine historische Zeitreise und landschaftliche Genussreise zugleich.

Auf dieser Seite finden Sie eine Zeittafel mit geschichtlichen Informationen rund um den Rennsteig:


9. - 11. Jahrhundert

Erste Hinweise auf die Existenz des Rennsteiges

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1124 - 1578

1124-1128
Der Bamberger Bischof Otto 1. nutzte bei seinen Missionsreisen den Rennsteig auf dem Weg nach Pommern

1330
Erste urkundliche Erwähnung des Rennsteigs in einem in Schmalkalden ausgestelltem Kaufbrief ("Rynnestyg")

1513
Mit dem Kurfürstenstein (bei Steinwabach a.W.) wird der älteste Rennsteig-Wappenstein gesetzt.

1530
Martin Luther überquert den Rennsteig, von Coburg kommend, um in Lehesten zu predigen und der sächsische Kurfürst Johann auf dem Weg zum Augsburger Reichstag.

1578
Erstmals ist die Bezeichnung Rennsteig nachweisbar

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1597 - 1806 

1597
Ein Rennsteigbericht der Grafen von Schwarzburg beweist, dass bereits vor vor dem 30jährigen Krieg die Vorstellung vom einheitlichen alten Höhenweg aus dem Hessischen über den Kamm des Thüringer Waldes und des Frankenwaldes bis nach Böhmen existiert.

1666
Auf Veranlassung von Herzog Ernst von Gotha wird der Rennsteig durch den Oberförster Martin Nees vermessen.

1703
Erste Gesamtbeschreibung des Rennsteigs durch den hennebergischen Historiographen Christian Juncker.

1806
Napoleonische Truppen ziehen über den Rennsteig zur kriegsentscheidenden Doppelschlacht von Jena und Auerstedt.

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1830 - 1896

1830
Erste informative Rennsteigwanderung von Blankenstein an der Saale bis Hörschel an der Werra durch den Topographen Julius von Plänckner, dessen Erlebnisbericht das wissenschaftliche Fundament zu den von August Trinius eingeleiteten Forschungen über den Rennsteig des Thüringer Waldes legte und Viktor von Scheffel sowie Gustav Freytag zu ihren literarischen Rennsteig-Huldigungen animiert haben dürfte.

1850
Errichtung eines Obelisken am Rennsteig bei Steinbach am Wald, der die Funktion des Rennsteigs als Wasserscheide zwischen Elbe und Rhein veranschaulicht.

1892
Der spätere Gründungsvorsitzende Dr. Ludwig Hertel initiiert die Gründung des Rennsteigvereins mit der Zweckbestimmung, den 168 km langen und einzigartigen historischen Höhenweg zu erschließen, zu betreuen und zu erforschen. 

1896
Gründung des Rennsteigvereins im Waldhaus "Weidmannsheil" in Steinbach am Wald.

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1906 - 1989

1906
Erste Erwanderung des Rennsteig auf Skiern.

1913
Der 1. Europäische Fernwanderweg von Hörschel bis zur Schneekoppe ist fertiggestellt und durchgehend markiert.

1920
Erste organisierte Runst nach dem 1. Weltkrieg.

1934
Eingabe des Rennsteigvereins an den Reichskanzler betreffs Schutz und dauernde Erhaltung des Rennsteigs im Thüringer- und Frankenwald.

Elisabeth Streller hat 1315 (?) Grenzsteine nach Standort, Kompaßrichtung, Wappen, Inschrift, Nummer und Verfassung aufgenommen. Schutz für die Grenzsteine wird gefordert.

1944
Einstellung des "Mareiles", der Zeitung des Rennsteigvereines, die seit 1897 erschienen ist.

1945
Im Herbst begibt sich Altrenner Walter Schütz aus Ohrdruf mit Farbtopf und Pinsel auf den Weg, um vom Vachaer Stein bis fast zum Wintersportehrenmal sämtliche "Mareile" zu erneuern. Seine aufopferungsvolle Tätigkeit ringt uns heute noch Hochachtung ab.

Die Veränderungen nach dem 2. Weltkrieg hatten zur Folge, dass erneut eine Grenze den Rennsteig durchschnitt. Bis 1990 blieb die "große Runst" von Hörschel/Werra bis Blankenstein/Saale ein unerreichbares Ziel aller Rennsteigfreunde.

1946
Orkanartige Stürme und sintflutartige Regenfälle am Rennsteig vernichten tausende Hektar Wald. Gewaltige Erdrutsche in Bleßbergnähe und explosionsartiges Auftreten des Fichtenborkenkäfers führen zu weiteren unüberschaubaren Waldschäden.
Das Forstarbeiterdenkmal erinnert an die vielen Helfer, die dazu beigetragen haben, die Schäden der Windbruch-Katastrophe (4,5 Mio Festmeter Schadholz) aufzuarbeiten und die dabei entstandenen Kahlflächen (20.000 ha) neu zu bepflanzen.

1951
Im Hirschbacher Gasthaus "Goldener Hirsch" erklingt erstmals das "Rennsteiglied" von Herbert Roth und Karl Müller.

1965
Bahnbetrieb Bhf. Rennsteig - Frauenwald wird wegen Schneestürmen eingestellt. Er wurde nie wieder eröffnet.

1967
Der Rat des Bezirkes Suhl erklärt den Thüringer Wald zum Landschaftsschutzgebiet (LSG).

1970
Grundsteinlegung für den "Rennsteiggarten" bei Oberhof.

1973
Erster GutsMuths-Rennsteiglauf

1974
Die Rennsteigwarte bei Masserberg wird eröffnet.

1975
Auf dem Inselsberg wird ein Stahlrohrsendeturm errichtet.

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1990 - heute

1990
Nach Öffnung der innerdeutschen Grenze ist der Rennsteig wieder durchgehend bewanderbar.

1996
100 Jahre Rennsteigverein 1896 e.V. in Steinbach am Wald gefeiert.

1997
Rennsteig wird unter Denkmalschutz gestellt.

1998-2000
Grenzstein-Inventur am Rennsteig

2000
Eröffnung des Rennsteig-Museums in Neustadt a.R.

2002+2003
Neuvermessung des Rennsteigs von Blankenstein bis Hörschel

2007
Orkan Kyrill verwüstet im Januar die Rennsteigregion. Noch im März waren über 20 km Rennsteig nicht begehbar.

2008
Feierliche Eröffnung des neuen Schneekopfturmes. Der höchste begehbare Punkt des Turmes liegt bei 1001 m NN.

Der Rennsteig erhält vom Deutschen Wanderverband das Zertifikat "Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland".

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© Infos in Kooperation mit dem Rhino Verlag aus dem Buch
"Rennsteigchronik" - Von den Anfängen bis zur Gegenwart

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